Konzert in Moers
Heute spielt Crash Casino auf dem Jazz Festival in Moers.
Hier kommt der Bericht vom langen Wochenende. Der einfachheit halber in mehreren Etappen.
01.05.2008 - Paderborner Frühlingsfest.
Es ist soweit, das lange Tourwochenende steht bevor. Seit Wochen sind alle in heller erwartung, läuft alles nach Plan, haben wir überhaupt einen, wo wird geschlafen, kommen auch genug Leute? Fragen über Fragen die sich erst im Laufe des Wochenendes klären sollten.
14.00 Uhr - Bottrop Pferdemarkt. Die Band holt mich im wunderschönen Sprinter zuhause ab. Rein in den Bus, guten Tag gesagt und kurz den Ablaufplan besprochen. Packen, Backliner abholen, ab nach Paderborn. Soweit so gut, alles in den Sprinter was rein geht, alles was nicht rein geht muss auch mit. Komischerweise passte alles. Alle Angehörigen waren der gleichen Meinung, der Sprinter muss als Tourbus angeschafft werden. Praktisch war auch die angebrachte Hebebühne für Rollis. Man macht sich den Rücken nicht kaputt wenn man den gigantischen Amp vom Vierseiter anhebt. Alle Sachen endlich im Bus, noch kurz durchgezählt und mit Volldampf zu den Backlinern, theoretisch. Die ganze Meute hatte Hunger. Und was macht man in diesem Fall? Richtig. Man fährt zum goldenen M und kauft ganz locker 20 Cheeseburger.
Das der Eierkopp an der Kasse nur 2 verstanden hat, trübte die ganze Sache etwas. Das Problem wurde aber schnell erkannt und auch im gleichen Augenblick behoben. Wie sollen denn auch 6 Leute von 2 Cheeseburgern satt werden. Da denkt auch keiner nach in dem Laden. Kurz die Burger durchgezählt und dann ab zu den Bakclinern. Die stehen schon 45 Minuten vor der Haustür.
Kurz die Rucksäcke verstaut und dann bei strahlendem Wetter zum Paderborner Frühlingsfest.
Wir haben auch alles schnell gefunden, allerdings war es ziemlich voll mitten in der Innenstadt und keiner wusste so genau was jetzt Sache ist. Zum Glück haben wir die Bühne schnell gefunden und konnten ausladen. Anschließend ab in die noch übrig gebliebene Sonne. Gegen Abend kamen dann noch ein paar Brötchen gegen den abendlichen Hinger. Reichte aber leider nicht, daher beschlossen ein paar der Gesellen über das Frühligsfest zu maschieren um die ganze Lage mal zu checken ob da nicht noch ein paar Fressalien sind die etwas konnten als die Brötchen. Also kurzerhand ein paar Pizzen gekauft die nicht geschmeckt haben, sowie eine Portion Pommes die total fettig waren. Der Backliner kaufte sich nach den fettigen Pommes noch etwas beim Chinesen. Gebratene Nudeln mit Gemüse. Um genau zu sein war es nach Nudeln aussehende Pappe mit ein bisschen was dabei. Ich glaub die Herrschaften wussten nicht, dass man Nudeln kochen muss bevor man sie brät. Egal, war ja nur was fürn Magen. Der Ramazotti der hinterher heruntergeschüttet wurde hift schon beim verdauen.
Dann gings los. Die Band fängt an und ich bau den Merch auf, der dieses mal direkt neben der Bühne steht. Ein Traum. Noch nie hatte ich einen so schön gelegenen Stand. Ich konnte alles sehen und alles hören, ohne dass es zu Laut gewesen wäre. Die Band spielte, die Menge jubelte. Nach und nach füllte sich der Platz, die meisten wippten mit dem Kopf oder dem Fuß, andere ließen alles beim Pogo raus. Die Stimmung war auf dem Siedepunkt als die Band den letzten Song spielte.
Anschließend, es war uns eine Ehre, spielte der ehemalige Gitarist von Ton Steine Scherben.
Nun nur noch schauen wo wir pennen. Eigentlich sollte es ja ein Proberaum sein, da aber jeder schon mal einen Proberaum von innen gesehen hat, haben wir uns dazu entschieden, jemanden nach einer Schlafmöglichkeit zu fragen. Dieser jemand ließ auch nicht lange auf sich warten. Stonie hat uns aufgenommen.
An dieser Stelle nocheinmal Danke für die großartige Schlafmöglichkeit und das Frühstück, vor allem den Kaffee.
Frisch ausgeruht und gesättigt, ging es am nächsten Morgen um halb eins in den hohen Norden. Hamburg war das nächste Ziel.
Heute Abend ist Konzert in Gelsenkirchen im Lokal ohne Namen (ehemals FUCK).
wuppertal steht an. ein abend, fünf bands, aber erstmal müssen wir da hin kommen.
ich also ab von der arbeit direkt zum arzt, fäden ziehen lassen. dauert nur 10 min. dann bin ich wieder raus. “so, die fäden sind raus. die nächsten tage besser nicht mit der drahtbürste drüber gehen!” na gut, ausnahmsweise mal nicht.
danach das telefon in die hand und den vierseiter angerufen, “wir laden noch ein”. sehr gut. zeit um noch mal eben auf’n beuler zu gehen und ein bisschen was zu beissen zu kaufen.
20 min. später trifft die band ein. rein in den bus und den tom abgeholt, der weiss nämlich wie man da hin kommt, “unser persönlicher tomtom!” schreit der knüppelschwinger aus den hinteren reihen. an den einen oder anderen bergpassagen über land; die autobahn ist um diese zeit dicht; quält sich der bus. komisch, 75ps sollten doch reichen um 7 leute und komplettes equipement einen berg hoch zu kriegen oder?
angekommen an der börse, erstmal den club besichtigen. der rote salon sieht echt schön aus. schön gross. ist aber nicht der konzertraum wie angenommen. der ist nämlich unten und ist noch viel größer. 800 mann passen da rein. der blaue salon. schnell den kram ausgeladen und aufgebaut. leider ist das schlagzeug noch nicht da. egal. erstmal aufbauen. nach und nach trudeln die anderen bands ein und es macht sich auch langsam ein hingergefühl breit. schade nur, dass wir nichts zu beissen kriegen, genauer gesagt keine band ausser der headliner. nicht gut, vor allem weil ich fahren muss und deshalb auch kein bier trinken kann um satt zu werden.
egal. schön den merch aufbauen und das konzert geniessen. auftritt war super, die besucher waren überschaubar.
allerdings gab es einen besucher der mir in erinnerung geblieben ist. ein junger mann der rotzevoll zu meinem stand kam und mir irgendwas versuchte zu erklären. blöderweise wärend des auftritts, was die sache nicht vereinfachte, weil neben der lallenden stimme des herren auch noch musik da war.
nachdem er dann einen button gekauft hat, sackte er dann noch 50 flyer ein. warum auch immer. lustig war aber, dass er andeutete ich solle nichts verraten. ich glaub dem war nicht ganz klar dass der kerl hinter dem tisch, dem er gerade verzweifelt versucht hatte einen button abzukaufen auch der kerl war der für die flyer zuständig gewesen ist. egal, machen lassen. der weiss da morgen eh nichts mehr von.
dies sollte aber nicht die einzige begegnung mit ihm gewesen sein. um genau zu sein folgten noch drei weitere. 30 min nach dem ersten aufeinanadertreffen schlug er wieder vor meinem tisch auf. wieder gestikulierend ohne das ich etwas verstand. nach ein paar minuten war mir dann klar, er wollte eine cd haben (die band hatte noch gar nicht angefangen). gesagt?!? getan hatte er die cd in der hand und verteilte beim raussuchen des geldes seinen komplette portomonaie inhalt auf dem tisch. wankend sammelte er alles wieder ein und versuchte es wieder in die geldbörse zu schieben. dies mislang zum teil und die hälfte lag wieder auf dem tisch. das ganze wiederholte sich ein paar mal. ich konnte mir das lachen nicht verkneifen. das konnte keiner. zum glück hat er nichts mitbekommen, wer weiss was passiert wäre.
als er dann fertig war mit aufsammeln, verschwand er wieder.
10 minuten später kam er erneut vorbei. das gleiche spiel von vorne. lallen, gestikulieren, und ein mercher mit fragezeichen über dem kopf.
“ahja, du willst also noch ein ep kaufen” (die band war immernochnicht auf der bühne). zum glück hat er nicht wieder alles auf dem tisch verteilt. diesmal hat er aber das gästebuch entdeckt, welches vor ihm auf dem tisch lag, “gästebuch”, schrie er mich an. “jop”. er klaute mir meinen stift und fing an zu schreiben, oder ne, er fing an etwas mit dem stift zu machen. es hat aber ein wenig gedauert bis er merkte, dass der kugelschreiber nicht draußen war. für den kerl, hätte man ein gästebuch in din a2 kaufen müssen, denn als er am ende einer zeile angekommen war, schrieb er immernoch weiter, nur immer kleiner. sah schon sehr witzig aus das ganze, aber er hat ne doppelseite voll bekommen, in 20 min.
kulli wieder weg, den schweiss von der stirn gewischt und wieder weg.
weitere 10 min. später kam er wieder. mittlerweile ging er mir leicht auf den sack. diesmal war aber klar was er haben will. es gibt ein wort, welches man am merchstand in jeder stufe des alkoholkonsums versteht - “buttons”.
also wieder die buttonkiste rausgeholt und dem kerl nochmal 3 buttons verkauft, den einen den er schon hat und zwei weitere. zum glück verschwand er direkt nach diesem einkauf.
nun spielten crash casino. auftritt war hervorragend. nochmal einen dank an niko, der eine kleine tanzeinlage auf der bühne eingelegt hat, sowohl bei cc als auch bei der ersten band des abends.
nach dem gig, schnell alles eingeladen und ab nach essen den tom wegbringen. aber vorher noch am morgigen veranstaltungsort vorbei die sachen ausladen und noch was zu beissen beim großen d holen. gut dass der wirt noch da war, ansonsten hätten wir morgen zweimal fahren müssen. um punkt zwei wahren wir dann auch schon zuhause.