Konzertbericht

wuppertal steht an. ein abend, fünf bands, aber erstmal müssen wir da hin kommen.

ich also ab von der arbeit direkt zum arzt, fäden ziehen lassen. dauert nur 10 min. dann bin ich wieder raus. “so, die fäden sind raus. die nächsten tage besser nicht mit der drahtbürste drüber gehen!” na gut, ausnahmsweise mal nicht.

danach das telefon in die hand und den vierseiter angerufen, “wir laden noch ein”. sehr gut. zeit um noch mal eben auf’n beuler zu gehen und ein bisschen was zu beissen zu kaufen.

20 min. später trifft die band ein. rein in den bus und den tom abgeholt, der weiss nämlich wie man da hin kommt, “unser persönlicher tomtom!” schreit der knüppelschwinger aus den hinteren reihen. an den einen oder anderen bergpassagen über land; die autobahn ist um diese zeit dicht; quält sich der bus. komisch, 75ps sollten doch reichen um 7 leute und komplettes equipement einen berg hoch zu kriegen oder?

angekommen an der börse, erstmal den club besichtigen. der rote salon sieht echt schön aus. schön gross. ist aber nicht der konzertraum wie angenommen. der ist nämlich unten und ist noch viel größer. 800 mann passen da rein. der blaue salon. schnell den kram ausgeladen und aufgebaut. leider ist das schlagzeug noch nicht da. egal. erstmal aufbauen. nach und nach trudeln die anderen bands ein und es macht sich auch langsam ein hingergefühl breit. schade nur, dass wir nichts zu beissen kriegen, genauer gesagt keine band ausser der headliner. nicht gut, vor allem weil ich fahren muss und deshalb auch kein bier trinken kann um satt zu werden.

egal. schön den merch aufbauen und das konzert geniessen. auftritt war super, die besucher waren überschaubar.

allerdings gab es einen besucher der mir in erinnerung geblieben ist. ein junger mann der rotzevoll zu meinem stand kam und mir irgendwas versuchte zu erklären. blöderweise wärend des auftritts, was die sache nicht vereinfachte, weil neben der lallenden stimme des herren auch noch musik da war.

nachdem er dann einen button gekauft hat, sackte er dann noch 50 flyer ein. warum auch immer. lustig war aber, dass er andeutete ich solle nichts verraten. ich glaub dem war nicht ganz klar dass der kerl hinter dem tisch, dem er gerade verzweifelt versucht hatte einen button abzukaufen auch der kerl war der für die flyer zuständig gewesen ist. egal, machen lassen. der weiss da morgen eh nichts mehr von.

dies sollte aber nicht die einzige begegnung mit ihm gewesen sein. um genau zu sein folgten noch drei weitere. 30 min nach dem ersten aufeinanadertreffen schlug er wieder vor meinem tisch auf. wieder gestikulierend ohne das ich etwas verstand. nach ein paar minuten war mir dann klar, er wollte eine cd haben (die band hatte noch gar nicht angefangen). gesagt?!? getan hatte er die cd in der hand und verteilte beim raussuchen des geldes seinen komplette portomonaie inhalt auf dem tisch. wankend sammelte er alles wieder ein und versuchte es wieder in die geldbörse zu schieben. dies mislang zum teil und die hälfte lag wieder auf dem tisch. das ganze wiederholte sich ein paar mal. ich konnte mir das lachen nicht verkneifen. das konnte keiner. zum glück hat er nichts mitbekommen, wer weiss was passiert wäre.
als er dann fertig war mit aufsammeln, verschwand er wieder.

10 minuten später kam er erneut vorbei. das gleiche spiel von vorne. lallen, gestikulieren, und ein mercher mit fragezeichen über dem kopf.
“ahja, du willst also noch ein ep kaufen” (die band war immernochnicht auf der bühne). zum glück hat er nicht wieder alles auf dem tisch verteilt. diesmal hat er aber das gästebuch entdeckt, welches vor ihm auf dem tisch lag, “gästebuch”, schrie er mich an. “jop”. er klaute mir meinen stift und fing an zu schreiben, oder ne, er fing an etwas mit dem stift zu machen. es hat aber ein wenig gedauert bis er merkte, dass der kugelschreiber nicht draußen war. für den kerl, hätte man ein gästebuch in din a2 kaufen müssen, denn als er am ende einer zeile angekommen war, schrieb er immernoch weiter, nur immer kleiner. sah schon sehr witzig aus das ganze, aber er hat ne doppelseite voll bekommen, in 20 min.

kulli wieder weg, den schweiss von der stirn gewischt und wieder weg.

weitere 10 min. später kam er wieder. mittlerweile ging er mir leicht auf den sack. diesmal war aber klar was er haben will. es gibt ein wort, welches man am merchstand in jeder stufe des alkoholkonsums versteht - “buttons”.
also wieder die buttonkiste rausgeholt und dem kerl nochmal 3 buttons verkauft, den einen den er schon hat und zwei weitere. zum glück verschwand er direkt nach diesem einkauf.

nun spielten crash casino. auftritt war hervorragend. nochmal einen dank an niko, der eine kleine tanzeinlage auf der bühne eingelegt hat, sowohl bei cc als auch bei der ersten band des abends.

nach dem gig, schnell alles eingeladen und ab nach essen den tom wegbringen. aber vorher noch am morgigen veranstaltungsort vorbei die sachen ausladen und noch was zu beissen beim großen d holen. gut dass der wirt noch da war, ansonsten hätten wir morgen zweimal fahren müssen. um punkt zwei wahren wir dann auch schon zuhause.

Veröffentlicht in: on April 21, 2008 at 8:11 Uhr vormittags
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